Personal:

 

Seit dem Haushaltssicherungskonzept 2009 wurden bei der Stadt Bochum in deutlichem Umfang Stellen abgebaut. Aufgrund vieler neuer Aufgaben hat sich die Gesamtzahl der Beschäftigten dennoch nicht nennenswert verringert, die Einsparungen wurden durch Aufgabenzuwächse konterkariert. Eine rein statistische Betrachtung führt hier zu einem verzerrten Bild. In vielen Bereichen ist es zu einer weiteren Arbeitsverdichtung gekommen. Ein weiterer Stellenabbau muss aus unserer Sicht zwingend mit dem Verzicht auf die Wahrnehmung von Aufgaben einhergehen.

 

Wie stellen Sie sich einen künftigen Personalabbau vor und welche kommunalen Leistungen sowie Standorte könnten aus Ihrer Sicht eingeschränkt oder abgeschafft werden?

 

 

Politik und Verwaltung:

 

Die Verwaltung führt die Beschlüsse und Vorgaben der politischen Gremien aus. In der Praxis treten die politischen Gremien der Verwaltung mit einem großen Maß an Skepsis und Misstrauen gegenüber. Viele für die Stadt Bochum wichtige Entscheidungen sind nicht zuletzt deshalb nicht oder viel zu langsam getroffen worden.

Wie stellen Sie sich eine partnerschaftlichere Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung vor?

 

 

Technischer Betrieb:


Seit mehreren Jahren werden immer wieder neue Konzepte zur Zentralisierung vonEinrichtungen des Technischen Betriebs diskutiert. Die Anforderungen für einen effektiveren und wirtschaftlicheren Betrieb sind inzwischen hinlänglich bekannt und erörtert. Dennoch werden immer wieder neue Standorte in die Diskussion gebracht und damit eine zielgerichtete Entscheidung verhindert. Die ständigen Standortdiskussionen führen immer wieder aufs Neue zu Verunsicherungen bei der Mitarbeiterschaft und verzehren erhebliche Ressourcen.

 

 
Wie stellt sich aus Ihrer Sicht die Zukunft des Technischen Betriebes dar und in welchem Zeitraum rechnen Sie mit einer Realisierung der Zentralisierungspläne?
 
 

Raumkonzept für Verwaltungsgebäude:


Das historische Rathaus, das BVZ und weitere Verwaltungsgebäude weisen teilweise erhebliche Baumängel auf. Eine Sanierung der Gebäude wurde immer wieder aufgeschoben. Dadurch verschlechtert sich die Substanz der Gebäude weiter und die Bewirtschaftungskosten steigen aufgrund mangelnder Energieeffizienz auchkünftig an. Letztendlich sind das Arbeitsumfeld und der Zustand der Gebäude auch verantwortlich für die Motivation des dort arbeitenden Personals.

 

Wie stellen Sie sich die künftige Entwicklung der Verwaltungsstandorte und Gebäude vor?
 
 

Sicherheit des städtischen Personals:


In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Übergriffen und Beleidigungen gegenüber städtischem Dienstpersonal gekommen, beispielsweise beim Job-Center, in der Verkehrsüberwachung und beim Rettungsdienst. Bürgerinnen und Bürger begegnen dem städtischen Personal mit zunehmender Respektlosigkeit.

 

Wo sehen sie Möglichkeiten, der wachsenden Respektlosigkeit gegenüber städtischem Dienstpersonal entgegenzuwirken?

 

 

Personalentwicklung:


In den kommenden Jahren werden viele Beschäftigte der Stadt Bochum wegen
Erreichens der Regelaltersgrenze, der Altersgrenze für Behinderte oder langjährig Versicherter sowie der Ruhephase der Altersteilzeit (Blockmodell) in den Ruhestand gehen. Da hiervon die geburtenstarken Jahrgänge betroffen sind, die auch vermehrt in den Dienst der Stadt Bochum getreten sind, ist die Zahl besonders groß. Dem zu erwartenden Abgang stehen keine entsprechenden Ausbildungskapazitäten gegenüber.

 

Wie soll aus Ihrer Sicht der für die Aufgabenerledigung notwendige fachlich qualifizierte Personalbedarf gedeckt werden? Vielfach wird der Personalabgang besonders qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter betreffen, die Führungs- oder Experten-Funktionen innehaben. Kann das erkennbare Problem aus Ihrer Sicht allein durch Nachwuchs aus den eigenen Reihen gedeckt werden?

 

 

 

Kontakt

Torsten Haunert
Vorsitzender
Christ-König-Str. 16
44789 Bochum
Tel: 0170 1459490
komba-bochum(at)komba.de