KOMBA FRAGT:

 

Wie soll aus Ihrer Sicht der für die Aufgabenerledigung notwendige fachlich qualifizierte Personalbedarf gedeckt werden?

Vielfach wird der Personalabgang besonders qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter betreffen, die Führungs- oder Experten-Funktionen innehaben. Kann das erkennbare Problem aus Ihrer Sicht allein durch Nachwuchs aus den eigenen Reihen gedeckt werden?

 

 

SPD

 

 

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Bochum stehen viele Möglichkeiten der beruflichen Qualifikation offen. Nicht zuletzt das durch die Verwaltung aufgerufene Programm des „Wissenstransfers“ zielt in die richtige Richtung. Mit der Ausbildung von eigenem Personal, auch über Bedarf, ist es möglich, dauerhaft qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungsdienst zu integrieren.

 

 

CDU

 

siehe Personal

 

 

DIE GRÜNEN

 

Das Problem wird sich sicherlich nur zum Teil mit Kräften aus den eigenen Reihen lösen lassen. Externe Einstellungen werden auch weiterhin zusätzlich notwendig sein. Das Amt für Personal- und Organisation hat mit dem Leitfaden für den Wissenstransfer einen vielversprechenden Weg eingeschlagen, der weiterverfolgt werden sollte. Auch bei der systematischen Rekrutierung und Entwicklung des Führungskräftepotenzials wurde ein Anfang gemacht, der eine wesentliche Voraussetzung für einen Erfolg schafft. Da zukünftig immer häufiger nicht für jede Stelle die passgenau qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen werden, wird die Weiterqualifizierung eigener Kräfte noch wichtiger werden.

Auf die Veränderung der Bevölkerungsstruktur (geringerer Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter) müssen auch die Kommunen reagieren. Sie müssen ein attraktiver Arbeitgeber mit angemessener Entlohnung und inhaltlichen Entwicklungsmöglichkeiten bleiben. Es sollten auch Möglichkeiten genutzt werden, die Attraktivität auch für weniger sicherheitsorientierte Bewerberinnen und Bewerber zu erhöhen; denn auch die öffentlichen Aufgaben stehen vor regelmäßigen Innovationen und damit Anforderungen an die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

 

DIE LINKE

 

Leider noch keine Antwort.

 

 

FREIE BÜRGER

 

In der heutigen Zeit ist ein sicherer Arbeitsplatz, wie zum Beispiel die Entwicklung bei Opel zeigt, besonders wichtig. Daher muss für die Personalgewinnung gerade dieses wichtige Merkmal besonders herausgestellt werden. Durch vernünftige Strukturen und flache Hierachien in der Verwaltung muss der Teamgeist, aber auch die Möglichkeit des Aufstiegs als besondere Attraktivität einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst herausgestellt werden.

 

 

UWG

 

Die UWG hat sowohl im ehemaligen Personal- und Gleichstellungsausschuß sowie in der Personalkommission des Haupt- und Finanzausschusses mitgewirkt. Insonderheit hat uns interessiert, wie ein Personalentwicklungskonzept auszusehen hat. Wir wissen heute, daß ein solches Konzept sowohl den Personalbedarf als auch die Qualifizierung/Fortbildung des zukünftigen Personals mit einschließt und kein Personalabbaukonzept darstellt. Die Stadt tut gut daran, kompetentes Personal vorzuhalten, damit die sicherlich nicht einfacher werdenden Aufgaben auch in der Zukunft erledigt werden können. Es ist richtig, daß der Personalbedarf abhängig ist von der Frage, welche Leistungen die Stadt auf Dauer vorhalten muß bzw. will. Hier hat die Diskussion erst begonnen. Viele Fragen zu Ämterzusammenlegungen, interkommunaler Zusammenarbeit, verbesserte und optimierte Verwaltungsabläufe etc. sind bisher ungeklärt. Wir hoffen sehr darauf, daß der neue Rat für Klarheit in der Sache sorgen wird, für die eine engagierte Verwaltungsspitze Voraussetzungen schaffen muß.

Klassischen Personalabbau kann und darf es nicht geben.

 

 

FDP

 

Die Ausbildungskapazität der Stadt Bochum verfügt unserer Ansicht nach derzeit nicht über die Möglichkeiten sämtlichen Personalabgang adäquat aufzufangen. Selbst wenn die Kapazitäten ausreichen würden, könnten qualifizierte Mitarbeiter von anderen Kommunen abgeworben werden. Auch die Stadt wird nicht daran vorbeikommen, gelegentlich auf externes Personal zurückzugreifen. Der jetzt entstandene Leitfaden "Wissensbewahrung und Wissenstransfer" ist ein guter Schritt Nachfolger auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Die optimale Lösung, eine zeitlich begrenzte und parallele Stellenbesetzung durchzuführen, wird aufgrund der doppelt anfallenden Lohnkosten, wohl nur in besonderen Ausnahmefällen möglich sein.

 

 

SOZIALE LISTE

 

teilweise siehe Personal

 

 

Kontakt

Torsten Haunert
Vorsitzender
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Tel: 0170 1459490
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