KOMBA FRAGT:

 

Wie stellt sich aus Ihrer Sicht die Zukunft des Technischen Betriebes dar und in welchem Zeitraum rechnen Sie mit einer Realisierung der Zentralisierungspläne?



SPD

 

 

Die Aufgabenerfüllung des Technischen Betriebes gehört zu den Kerntätigkeiten einer Verwaltung und soll organisatorisch und wirtschaftlich optimal erfolgen. Vor dem Hintergrund der notwendigen Investitionen ist eine Abwägung verschiedener Konzepte und Standorte legitim und erforderlich. Der jetzige Arbeitsstand bietet darum gute Grundlagen, noch in diesem Jahr weitere Beschlüsse fassen zu können.

 

 

CDU

 

Die Entscheidung für einen einheitlichen Standort des technischen Betriebs ist eine Entscheidung, die im ldealfalle 15-20 Jahre Bestand haben sollte. Vor diesem Hintergrund muss die Standortentscheidung sorgfältig abgewogen werden. Ich gehe davon aus, dass eine abschließende Standortentscheidung spätestens 2015 getroffen werden kann.

 

Derzeit stehen für die Zentralisierung zwei Standorte zur Diskussion. Der Standort am Hauptfriedhof scheint gesetzt zu sein. Den von der Koalition vorgeschlagenen zweiten Standort an der Stadtgrenze Herne (Rensingstraße, ehemaliges Gelände der Fa. AGR) halten wir aufgrund der langen Fahn?vege für nicht optimal. lm Rahmen dieses Verfahrens hatte die CDU-Fraktion beantragt, die Fläche des Opelwerks l als zentralen Standort zu prüfen. Zu dieser Prüfung ist es leider nicht gekommen. Wir bedauern sehr, dass es bei den Mitarbeitern zu Verunsicherungen gekommen ist, aber eine solche Standortentscheidung ist mit erheblichen Investitionen verbunden und muss - wie oben en?vähnt - gut abgewogen werden.

 

 

 

DIE GRÜNEN

 

Die Entscheidung für die Konzentrierung aller Dienstleistungen des Bestattungswesens und der Friedhofsunterhaltung am Hauptfriedhof ist bereits gefallen. Wir begrüßen diese Entscheidung und erwarten, dass die anstehenden Baumaßnahmen zügig in Angriff genommen werden.

Die Standortfrage für den übrigen Technischen Betrieb war für uns eigentlich
entscheidungsreif, als unvorhergesehen bekannt wurde, dass das Grundstück der Firma Kost-AGR Ende 2014 frei wird. Wir halten es für sinnvoll, dass auch dieser mögliche Standort geprüft wird, denn er böte verschiedene Vorteile (schnellere Verfügbarkeit, Nutzung schon vorhandener Gebäude, dadurch geringere Investition), wahrscheinlich aber auch Nachteile (Erreichbarkeit der Einsatzorte). Wir gehen davon aus, dass die Prüfung durch die Verwaltung während der Sommerpause abgeschlossen wird und die Standortentscheidung zu Beginn der neuen Wahlperiode getroffen werden kann. Falls es beim Standort Harpener Hellweg bleibt, wird der neue Betriebshof nach den Planungen der Verwaltung erst 2019 eingeweiht werden, was wir für unbefriedigend halten. Wir können uns durchaus vorstellen, dass Planung und Bauabwicklung beschleunigt werden können. Am Standort Kost-AGR-Gelände könnte es noch wesentlich schneller gehen.

 

 

DIE LINKE

 

Leider noch keine Antwort

 

 

FREIE BÜRGER

 

Zunächst geht es in den kommenden Jahren um die Frage zentraler Standorte für den Technischen Betrieb. Die Zentralisierung ist für erhebliche Kosteneinsparungen unabdingbar. Neben dem Hauptfriedhof wird noch ein weiterer Standort benötigt, der entweder in Riemke oder in Harpen liegen wird. Mittelfristig wäre es wünschenswert, wenn Teile der Stadtreinigung, des USB, mit dem Technischen Betrieb zusammengelegt werden könnten, um endlich eindeutig die Zuständigkeiten von Reinigung und Pflege der Grünanlagen sowie des Straßenbegleitgrüns zu regeln. Hierfür werden wir die gesamte nächste Legislaturperiode benötigen.

 

 

UWG

 

Der Technische Betrieb ist im Stadtgebiet zerstreut. Für eine Stadt in der Größe von Bochum ist dies eine Zumutung und muß geändert werden. Die UWG hat in den Beratungen des Umweltausschusses klar gemacht, daß sie die Entscheidungen "Feldmark und Harpener Hellweg" mitträgt. Wir gehen davon aus, daß der Standort "Grünstraße" (Wattenscheid) nicht ersatzlos aufgegeben wird und dort eine Zentrale der städt. Feuerwehr entsteht. Über die zeitlichen Dimensionen kann heute wohl noch keine Antwort gegeben werden.

 

 

SOZIALE LISTE

 

Wir sehen die Notwendigkeit die Konzeption für die Technischen Betriebe fertig zu stellen, um leistungsfähige und effektive Arbeit zu ermöglichen. Die Technischen
Betriebe haben für uns eine herausragende Bedeutung, weil sie u.a. auch für das Funktionieren von Einrichtungen sowie dem Erhalt des Stadtbildes und der  Natur eine herausragende Bedeutung haben. Um diese Ziele zu erreichen und die Arbeit zu erledigen ist aus unserer Sicht eine Zentralisierung nicht notwendig.

 

 

FDP

 

In der letzten Ratssitzung wurde das Standortkonzept für den Technischen Betrieb als Zwei-Standorte- Lösung mit den Stimmen der FDP verabschiedet. Wir gehen davon, dass nun die Realisierung entsprechend zeitnah und zügig realisiert werden kann.

 

 

Kontakt

Torsten Haunert
Vorsitzender
Christ-König-Str. 16
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Tel: 0170 1459490
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