Info zur Streikgeldabrechnung!

Mit der Gehaltsabrechnung für Mai 2018 wurde für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unseren Warnstreikmaßnahmen der Gehaltsabzug vorgenommen.

Um das Streikgeld abrechnen zu können reichen Sie uns bitte Ihren Streikausweis und die Gehaltsabrechnungen ein, aus denen der Gehaltsabzug hervorgeht. Bei einigen Mitgliedern müssen u.U. die Abrechnungen für April und Mai vorgelegt werden.

Bitte kontrollieren Sie Ihre Abrechnungen vorher entsprechend, ob dort Abzüge vorgenommen wurden. Die Abzüge sind mit dem Kürzel AZB und dem Text "Auszahlungskorrektur aus: ..." gekennzeichnet.

Ihre Unterlagen können Sie am Mittwoch, 30.05.2018 persönlich in der Zeit von 12:00 bis 15:00 Uhr in unserem komba Büro am technischen Rathaus abgeben oder per Post einsenden an:

Komba gewerkschaft
Ortsverband Bochum
c/o Torsten Haunert
Christ-König-Str. 16
44789 Bochum

Das Streikgeld setzt sich wie folgt zusammen: Grundbetrag (max. 50 Euro pro Tag) und Streikgeldzuschuss unseres Ortsverbandes (10 Euro pro Tag plus 10 Euro je kindergeldberechtigtem Kind). Aus organisatorischen Gründen erfolgt die Auszahlung von Grundbetrag und Zuschuss in zwei unterschiedlichen Überweisungen. 

Einkommensrunde 2018 beendet

Nach zähem Ringen konnten die Tarifpartner sich noch einigen. Es sah lange Zeit nicht gut aus. Bis zur letzten Verhandlungsrunde lag kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor. Deshalb mussten wir auf die Straße und unseren berechtigten Forderungen öffentlich Ausdruck verleihen.

Um so erstaunlicher ist es, dass der Tarifabschluss hinsichtlich unserer Erwartungen des Sockelbetrags zwar etwas zurückbleibt, allerdings die lineare Komponente mit insgesamt 7,5 Prozent (bereits nach 25 Monaten erreicht) ein seit langem nicht mehr so gutes Ergebnis darstellt

Erreicht wird diese Entgelderhöhung durch drei Schritte (1. März 2018, 1. April 2019, 1. März 2020), die für die unterschiedlichen Entgeltgruppen und die unterschiedlichen Stufen unterschiedlich ausfallen. Eine Mindestanhebung von ca. 90 Euro bei der ersten Steigerung und ca. 80 Euro bei der zweiten Steigerung sorgt für einen angemessenen Zugewinn bei den unteren Einkommensgruppen. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten von EG1 bis EG6 mit Wirkung vom 1. März 2018 eine Einmalzahlung von 250 Euro.

Das kann sich sehen lassen!

Azubis gehen nicht leer aus!

Auch für Azubis hat sich der Einsatz gelohnt. Die Ausbildungs- und Praktikantenentgelte erhöhen sich ab 1. März 2018 um einen Festbetrag in Höhe von 50 Euro und ab 1. März 2019 um einen weiteren Festbetrag in Höhe von 50 Euro.

Engagement lohnt sich!

Komba ist frühzeitig mit vielen lokalen Aktionen in die Einkommensrunde eingestiegen. Wir haben an den Warnstreikaktionen teilgenommen, sind nach Bonn gefahren, um unserem Ärger Luft zu machen.

Und genau dieses Engagement brauchen unsere Frontleute in der Verhandlungsführung. Uli Silberbach, Andreas Hemsing und viele andere brauchen unsere Rückendeckung,  das Vertrauen, müssen sich auf uns verlassen zu können. Gerade aus den Großveranstaltungen bringt das Rückenwind für unsere Verhandler.

Nach dem Ende der Laufzeit in 30 Monaten werden wir wieder für die Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes einstehen!

Wer mehr über die Verhandlungsergebnisse wissen will und wie Komba NRW das Ergebnis einordnet klickt bitte hier!

Noch mehr Informationen findet ihr auf den Sonderseiten des dbb!

Darüber hinaus ist eine digitale Ausgabe der „Tacheles spezial“ des dbb beamtenbund und tarifunion in Planung. Darin wird das Ergebnis ausführlich vorgestellt. In unserem Mitgliedermagazin „inform“ (5/2018) wird ebenfalls über die Einigung berichtet werden.

 

Wer schon mal ausführlich spicken will schaut sich das dbb-spezial2018 an

Wichtige Informationen zur Tarifrunde 2018!

Liebe Mitglieder,

nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt haben, müssen die Gewerkschaften nun den Druck erhöhen.

Nur wenn viele Mitglieder an Streikaktionen teilnehmen, werden diese auch erfolgreich sein. Als Mitglied entscheiden Sie selbst über den Erfolg der Tarifrunde mit, in dem Sie unsere gewerkschaftliche Forderungen untertützen.

Eintragung in Streiklisten / Streikausweise

An Streiktagen werden wir Streiklisten auslegen, in die sich Alle eintragen, die am Streik teilnehmen. Zeiten und Orte werden noch bekannt gegeben. Alle Mitglieder, die am Streik teilnehmen erhalten einen Streikausweis. Bitte bewahren Sie den Ausweis bis zum Ende der Tarifrunde sorgfältig aus und tragen Sie Ihre persönlichen Daten ein.

Streikgeld

Die komba gewerkschaft zahlt Streikgeld. Das Streikgeld setzt sich zusammen aus einem Grundbetrag in Höhe von max. 50,00 Euro, zusätzlich zahlen wir eine Tagespauschale in Höhe von 10,00 Euro und einen Kinderzuschlag in Höhe von 10,00 Euro je kindergeldberechtigtem Kind. Der Gehaltsabzug muss nachgewiesen werden.  

Einstempeln? Aussstempeln? Was ist zu tun?

Betätigung des Zeiterfassungsgeräts vor Beginn und nach Beendigung des Streiks?

Die Gewerkschaften und die Arbeitgeberseite haben unterschiedliche Rechtsauffassungen bezüglich der Pflicht zur Betätigung von Zeiterfassungsgeräten vor bzw. nach einem (Warn-)Streik.

Nach Auffassung der Gewerkschaften müssen sich Streikende auch bei auf einige Stunden beschränkten Streikmaßnahmen grundsätzlich nicht am Zeiterfassungsgerät zum Streik „ausstempeln“. Gestreikt wird immer während der Arbeitszeit. Wann denn sonst? Wer sich ausstempelt befindet sich jedoch in Freizeit und streikt damit nicht. Es reicht in jedem Fall, wenn sich der Streikende mündlich bei seinem Dienstvorgesetzten „zum Streik“ abmeldet.

Die Arbeitgeberseite hat diesbezüglich in den meisten Fällen eine andere Rechtsauffassung und besteht ausdrücklich auf der angeblichen Pflicht jedes Beschäftigten, sich vor Beginn und nach Ende eines Arbeitskampfs aus- bzw. einzustempeln. Dies wird überwiegend mit Dienst-/Betriebsvereinbarungen begründet, die regeln, dass sich die Beschäftigten beim Betreten oder Verlassen des Dienst-/Betriebsgebäudes ein- bzw. auszustempeln haben. In der Vergangenheit ist es von Arbeitgeberseite häufiger zur Androhung von Abmahnungen für Arbeitnehmer gekommen, die sich bei einem Streik nicht aus- bzw. einstempeln.

Die unterschiedlichen Rechtsauffassungen stehen sich seit Jahren gegenüber, ohne dass es eine höchstrichterliche Entscheidung gibt, die sich ausdrücklich mit dieser Frage befasst.

 

Beachtet bitte folgende Hinweise:

Dauert der (Warn-)Streik den ganzen Tag, besteht in jedem Fall keine Pflicht zu stempeln, weil die Arbeit für diesen Tag gar nicht erst aufgenommen wird.

Stempelt sich ein Arbeitnehmer – vielleicht nur, um einem Streit mit dem Arbeitgeber zu entgehen oder sich sicherer zu fühlen – vor Beginn des (Warn-)Streiks aus und nach dem (Warn-)Streik wieder ein, so gilt Folgendes:

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber für die Zeit der Streikteilnahme anteilig das Entgelt einbehalten. Zum Ausgleich erhalten die Streikenden Streikgeld von ihrer Fachgewerkschaft. Wird nun durch das Ausstempeln gleichzeitig ein „Minus“ auf dem Arbeitszeitkonto verbucht, so bedeutet dies, dass der Arbeitgeber einen doppelten Abzug vornimmt (Arbeitszeit und Entgelt). Das darf er nicht. Die geschuldete (Wochen-)Arbeitszeit verringert sich um die Zeit der Streikteilnahme.

Wird nur die Zeit der Streikteilnahme als „Minus“ gewertet ohne gleichzeitig Entgelt einzubehalten, so zahlt die Fachgewerkschaft im Regelfall kein Streikgeld an den Streikenden. Er „streikt“ dann auf Kosten seiner erarbeiteten Gutzeit auf dem Arbeitszeit-/Gleitzeitkonto. Der dbb zahlt für diesen Fall auch keine Streikgeldunterstützung an die Fachgewerkschaft.

Kontakt

Torsten Haunert
Vorsitzender
Christ-König-Str. 16
44789 Bochum

Mobil: 0170 1459490

komba-bochum@komba.de